Über Leonardo

Apple Education Trainer, Lehrer D,Philo,Inform. Gretel-Bergmann-Schule, Dozent f. Medienpädagogik LI Hamburg

Apps zum Anfangen in der Testphase

Als Nachhall des heutigen Apple Education Trainings in Schönkirchen an der Ostsee hier eine kleine Sammlung von Apps, mit denen man den Einsatz des iPads ganz gut eigenständig evaluieren kann:

Als „neues“ Schülerprodukt: Eigene eBooks erstellen statt Wandzeitung oder Präsentation

Book Creator One – https://itunes.apple.com/us/app/book-creator-one/id661166101?mt=8

Präsentieren oder auch visualisieren auf einer einzigen Folie mit der tollen Formen-Bibliothek!

Keynote – https://itunes.apple.com/de/app/keynote/id361285480?mt=8

Schreiben und Wandzeitungen gestalten (auch hier gibt es die Formen-Bibliothek)

Pages – https://itunes.apple.com/de/app/pages/id361309726?mt=8

Einfachste Erklärvideos gestalten. Vorteil dieser App: Über eine kostenlose Adobe ID kann ein einzelner Schüler seine Arbeit in der nächsten Woche an einem anderen Gerät fortsetzen oder sogar zuhause im Webbrowser ohne iPad fortführen. Eine Adobe ID kann auch für die ganze Lerngruppen genommen werden und erleichtert das Zusammenarbeiten.

Adobe Spark Video – https://itunes.apple.com/de/app/adobe-spark-video/id852555131?mt=8

Geschichten erzählen. Gut im Fremdsprachenunterricht aber auch in Deutsch. Zunächst die einfache Version:

PuppetPals HD – https://itunes.apple.com/de/app/puppet-pals-hd/id342076546?mt=8

Und das ganze in 3D mit Figuren, die animiert werden können:

Toontastic – https://itunes.apple.com/us/app/toontastic-3d/id1145104532?mt=8

Tests und Lernkarten selbst erstellen oder auf bestehende aus der Community zurückgreifen:

Quizlet – https://itunes.apple.com/de/app/quizlet-karteikarten/id546473125?mt=8

Schüler lernen im eigenen Tempo an sehr guten Erklärvideos und Übungsanleitungen:

The Simple Club – https://itunes.apple.com/de/app/thesimpleclub/id1089299986?mt=8

Weitere Übungen für Schüler:

Bitsboard – https://itunes.apple.com/us/app/bitsboard-education-games-and-flash-cards-app/id516842210?mt=8

Mathematik und GeoGebra – mehr muss man nicht sagen:

GeoGebra – https://itunes.apple.com/de/app/geogebra-classic/id687678494?mt=8

GeoGebra Geometrie – https://itunes.apple.com/de/app/geogebra-geometrie/id1232591335?mt=8

Für Mathematik oder Arbeitslehre: Angewandte Geometrie. Den Raum in einer Architekturzeichnung vermessen und einrichten:

MagicPlan – https://itunes.apple.com/de/app/magicplan/id427424432?mt=8

Handschriftliche Mathe-Aufzeichnungen ausrechnen lassen:

MyScriptCalculator – https://itunes.apple.com/us/app/myscript-calculator/id1304488725?mt=8

Oder gleich aus dem Heft bzw. dem Arbeitsblatt abfotografieren und die Lösung anzeigen lassen:

Photomath – https://itunes.apple.com/de/app/photomath/id919087726?mt=8

Mathe üben mit einem eigenen Avatar und als Spiel verpackt:

König der Mathematik – https://itunes.apple.com/de/app/könig-der-mathematik/id473904402?mt=8

„Was reimt sich auf ‚Fenster‘?“ – In Deutsch oder anderen Sprachen eigene Gedichte mit Hilfe eines Reimlexikons schreiben.

Reim finden – https://itunes.apple.com/de/app/reim-finden/id504949614?mt=8

Und dann später in einen Rap verwandeln:

AutoRap by Smule – https://itunes.apple.com/de/app/autorap-by-smule/id524299475?mt=8

Deutsch Anfangsunterricht: Die Buchstaben lernen:

Erstes Schreiben – https://itunes.apple.com/de/app/erstes-schreiben-erstes-lesen/id422263702?mt=8

Kostet 2,99€

Eine App vom Mildenverger Verlag, das Lehrwerk wird in einigen Schulen verwendet:

ABC der Tiere – https://itunes.apple.com/de/app/abc-der-tiere-1/id1076990533?mt=8

Kostet 11,99€

 

Und schließlich sei noch einmal auf die Möglichkeit verwiesen, dass man zahlreiche Dinge, allen voran Adressen von Webseiten als QR-Code umwandeln kann, damit man ganz einfach mit dem iPad darauf zugreifen kann.

  1. Gewünschte Webseite öffnen
  2. Die Adresse kopieren, indem man auf die URL tippt und dann „Kopieren“ auswählt
  3. Einen QR-Code Generator googeln, ich benutze gern goqr.me
  4. Bei goqr.me noch auf das erste Icon, Webseite, tippen, dann den Text einfügen und QR-Code z.B. speichern oder ausdrucken.
  5. Die iPads erkennen QR Codes mit der Kamera automatisch. Es wird eine Nachricht im oberen Feld des iPads eingeblendet, antippen, fertig.

 

Viel Erfolg! Bei Fragen bitte einfach per Mail an mich wenden oder hier kommentieren.

Gute Anti-Wahlen in der Klasse

Mal angenommen, ich überlege gerade, wohin die nächste Klassenreise gehen soll. Natürlich könnten meine Kollegin und ich einfach ein Ziel festlegen, aber die Schüler dürfen gern mitentscheiden und im besten Fall auch die Reise organisieren. Um sich aber auf ein Ziel zu einigen, muss eine Wahl getroffen werden.

Bisher war das stets so, dass mehrere Ziele vorgestellt wurden und dann abgestimmt wurde. Dabei habe ich schon so gut wie alles ausprobiert: Eine Wahl, in der jeder nur eine Stimme für seinen Favoriten hatte, eine Wahl mit drei Stimmen, bei der die Schüler Erst-. Zweit- und Drittwunsch angeben konnten oder eine Wahl, bei der jeder SuS 5 Stimmen bekommt, die er nach belieben kumulieren oder panaschieren kann – ähnlich wie die Landtagswahl in Hamburg. Bei allen Wahlen kann es jedoch sein, dass das Ergebnis in der Summe der Zustimmung nicht stimmt, d.h. dass das identifizierte Ziel der Reise nicht dasjenige ist, welches für die meisten ok ist. Es kann sein, dass 60% der Schüler es gut finden und 40% absolut schrecklich, und das nächste Klassnreiseziel dasjenige gewesen wäre, zu dem die meisten auch gern gefahren wären (80% allgemeine Zustimmung und keine absolute Ablehnung).

>> Wie identifiziert man also ein Ziel, welches insgesamt in einer Gruppe auf die meiste Zustimmung trifft?<<

Indem man die Wahl umdreht und den Schülerinnen und Schülern Gegenstimmen gibt, die sie nach Belieben verteilen können. Damit können Sie bestimmte Ziele ausbremsen, ihr ganzes Gewicht hineinlegen, dass ein bestimmtes Ziel nicht angefahren wird. Das Verfahren nennt sich systemisches Konsensieren und erobert gerade im Sturm die Entscheidungsprozesse in einer Gruppe, da so endlich ein guter Konsens und nicht nur ein fauler Kompromiss gefunden werden kann.

Durchdenken wir das mal konkret für meine Klasse. Es stehen fünf Ziele zur Auswahl: Sylt, Rom, Venedig, Barcelona und eine Segeltour auf dem Eisselmeer.

Ich werde dann mit meiner Klasse alle Abstimmungsmodelle durchgehen. In der folgenden Tabelle sieht man typische Abstimmungsergebnisse für eine solche Fünffachwahl:

Ziel Wahl mit einer Stimme Wahl mit Erst-, Zweit-, und Drittwunsch * Hamburger Wahl Systemisches Konsensieren
Sylt 4 7 18 76
Rom 4 29 23 32
Venedig 6 50 35 18
Barcelona 8 53 39 36
Segeltour 2 5 5 78
Summe Stimmen 24 144 120 240
  • Der Erstwunsch wurde mit 3 Stimmen berechnet, der Zweitwunsch mit zwei, der Drittwunsch mit einer Stimme.

Dies ist keine wissenschaftliche Erhebung, man kann aber an solchen Beispielen deutlich sehen, dass mehr Schüler mit dem Ziel Venedig einverstanden sind, als mit dem Ziel Barcelona. Dafür hat Barcelona wahrscheinlich mehr flammende Anhänger. Ein interessanter Nebeneffekt: Während bei den ersten Wahlen noch versucht wurde, die Freunde mit kleinen Bestechungen zu überreden, sich doch auch für das eigene Ziel zu entscheiden, wurde beim systemischen Konsensieren nicht mehr versucht, andere zu beeinflussen. Vielleicht ist es weniger sexy, dem andren zu sagen, dass er auch auf jeden Fall Sylt verhindern muss als für das eigene Ziel zu werben.

Ich bin von dieser Methode sehr überzeugt und werde weiter versuchen, Abstimmungsprozesse, bei denen ein Konsens gefunden werden soll, mit dieser Methode durchzuführen und andere dafür zu begeistern.

Meine Klasse im NDR Kulturjournal

Im NDR Kulturjournal läuft gerade ein Beitrag über Medienkompetenz in Deutschland. Dazu war der NDR auch bei mir in der Klasse um sich anzusehen, wie man das Unterrichten mit iPads gestalten kann.

Unter diesem Link kann man sich den Beitrag noch in der Mediathek ansehen:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/kulturjournal/Sind-unsere-Schueler-digitale-Analphabeten,kulturjournal5284.html

Ich freue mich sehr darüber, dass eine Modernisierung des Unterrichts mit iPads ein Stück mehr in das öffentliche Interesse rückt und bin gespannt auf viele weitere Möglichkeiten und Fortbildungen.

Nächste iPad Fortbildung 26.01.2017 im Li

Ein frohes neues Jahr wünsche ich allen! Während die Weihnachtsgans noch langsam einsickert und die letzten Berliner (gemeint: Krapfen) verfrühstückt werden, geht es gleich weiter mit der nächsten iPad Fortbildung.

Die neuen edu-Funktionen des iPads im Unterricht nutzen

Es handelt sich dabei um eine Einführungsveranstaltung mit dem Schwerpunkt auf die seit iOS 9.3 eingeführten Funktionen wie z.B. shared iPad oder der Classroom App, die die Arbeit mit dem iPad für die Schule interessanter machen. Aber auch alte Klassiker wie AriPlay, AirDrop, dem geführte Zugriff u.v.m. werden vorgestellt.

Als hamburger LehrerIn melden Sie sich bitte über TIS an oder über die Comspot Webseite.

Ich freue mich über Ihre Teilnahme!

Fünf Basics übers iPad

Gerade wurde ich gebeten, in zwei Sätzen zusammenzufassen, was das spannende beim Lernen mit Tablets ist. Gar nicht so einfach, doch vielleicht sind es diese beiden Punkte, die meinen Unterricht am fundamentalsten verändert haben:

  1. „Always connected“ zu sein mit der Außenwelt, mit anderen Schülern und dem Lehrer – in der Schule, an außerschulischen Lernorten und Zuhause.
  2. Das Tablet ist in meinen Augen das beste Werkzeug zum Lernen neben einem guten Buch. Immer dabei, super einfach zu bedienen, sofort an, den ganzen Tag unter Strom und (zumindest die meisten) auch noch ästhetisch anzusehen. Anders als ein sperriger Computer kann es wirklich als Verlängerung des Gehirns verstanden werden.

Als nächstes sollte ich noch sagen, was für Schulen das Wichtigste ist, wenn sie sich digital ausstatten möchten. Dazu fielen mir vor allem drei Dinge ein.

  1. Bei der Hardware unbedingt auf Qualität achten, z.B. Aluminium-Gehäuse statt Plastik. Hält länger und wird lieber – auch im Sinne von achtsamer – benutzt.
  2. Bei der Software darauf achten, dass qualitative Lern-Apps zur Verfügung stehen, diese in großen Stückzahlen mit Rabatt gekauft werden können und Betriebssystem-Updates mindestens für die nächsten 4 Jahre zur Verfügung stehen.
  3. Einen Mobile-Device-Management Server einsetzen, damit die Tablets aus der Ferne administriert werden können, das spart Zeit und Geld und bringt viele neue Möglichkeiten wie z.B. einen Klausurmodus.

Ich halte es ferner für sinnvoll, wenn eine Schule sich die Ersteinrichtung und technisches Know-How einkauft. Nicht nur, weil ich genau solche Trainings gebe, sondern weil ich es schlichtweg für falsch halte, wenn ein Lehrer sich mit App- und Profilinstallationen auf Tablets beschäftigt, wo er sich besser auf einer komplexeren Ebene Gedanken und einen Einsatz in seinem Unterricht machen könnte. Deswegen sollte man m.E. auf externe Dienstleister zurückgreifen, die beim Einrichten der iPads und dem gesamten Mobile-Device-Management helfen können.

Die neuen edu-Funktionen des iPad im Unterricht nutzen

Am 10.11. biete ich zusammen mit der Firma Comspot am LI Hamburg eine Fortbildung unter dem gleichlautenden Titel an.

Hier sehen Sie die Veranstaltung im TIS-Portal.

Und hier auf der Webseite von Comspot.

Inhalt der Fortbildung wird vor allem Shared iPad sein, die Möglichkeit, iPads mit mehreren Benutzern zu nutzen sowie die Classroom App. Beides hat Apple mit iOS 9.3 eingeführt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildung werden dabei an kleinen Beispielen selbst erleben, wie man diese Funktionen konkret im Unterricht einbindet.

Ich freue mich über Ihre Anmeldung über diesen Link.

Mac + iPad + duet Display = Notebook bedienen

Wenn ich zuhause am Mac meine SMART Notebook Dateien für den Unterricht vorbereite, habe ich bisher oft auf Zeichnungen verzichten müssen. Neuerdings genieße ich jedoch die Möglichkeit, das iPad mittels der App „duet Display“ als Grafiktablet am Mac zu verwenden. Somit kann ich auch direkt mit den Fingern oder mit einem kleinen kapazitiven Touch-Stift in der Notebook App zeichnen. Duet Display ist gerade mit 50% Ermäßigung für 9,99€ zu haben, günstiger als jedes Grafiktablet.

Blitzschnelle Präsentation von Schülerergebnissen

Nicht immer hat man einen Klassensatz iPads zur Hand. Nicht immer ist es sinnvoll, Ergebnisse digital zu erarbeiten oder festzuhalten. In beiden Fällen steht jedoch am Ende vielleicht eine Präsentation von Ergebnissen aus der Gruppenarbeit: Poster, Wandzeitungen, Zeichnungen, Diagramme, uvm.

 

Wie bekommt man nun blitzschnell die Ergebnisse am Smartboard präsentiert, wenn die Schule nicht 600 Euro pro Dokumentenkamera ausgibt?

Man benötigt:

  • ein iPhone oder ein iPad
  • die App Transmit
  • einen Schulserver, der Dateien sowohl über eine Windows-Dateifreigabe bereitstellt als auch einen FTP oder WebDAV Zugang anbietet (z.B. IServ)

img_0684Sobald ein Gruppenergebnis feststeht, macht man ein simples Foto davon und wählt dann den Share-Button aus.

Hier tippt man auf Transmit, wählt die zuvor eingerichtete WebDAV Verbindung zu IServ aus und wählt als Ziel-Ordner Files / Desktop. Und schon liegt das Foto prominent auf dem Desktop, von wo es gezeigt oder weiterbearbeitet werden kann.

iPad mit IServ verbinden

Wenn man mit einem Klassensatz iPads arbeitet, stellt sich schnell die Frage, wie man eine Datei nicht lokal auf dem einzelnen Gerät, sondern an einem Netzwerk-Speicherort ablegt, damit der einzelne Schüler seine Arbeit in der nächsten Woche an einem anderen Gerät fortsetzen kann, ohne dass in der Zwischenzeit andere Schüler seine Dokumente verändern konnten.

Ich benutze für meine Schule IServ, ein Schulserver, der von Haus aus ein Webinterface, Windows-Laufwerke und auch einen WebDAV Zugang bereitstellt.

Zwar gibt es bereits Artikel, wie man WebDAV als Speicherlösung verwendet, das Problem hierbei ist jedoch, dass das nur mit wenigen Apps (wie z.B. Pages, Numbers und Keynote) geht, die direkt auf WebDAV kopieren können. Aber das reicht mir nicht. Ich möchte aus allen Apps meine IServ Dateien öffnen und auch dorthin speichern können, ohne eine lokale Kopie auf das iPad ziehen zu müssen.

Das alles geht am einfachsten mit den so genannten Speicheranbietern (engl. Document Picker), die Apple mit iOS 8 eingeführt hat. Kurz gesagt ist ein Speicheranbieter eine App, die direkt aus einer anderen heraus geöffnet werden kann, aus der Dateien empfangen und  an die auch auch wieder welche gesendet werden können. Man benutzt also stets eine Dritt-App um sich mit dem Netzwerk-Laufwerk zu verbinden.

transmit_iconIch habe viele Dateibrowser getestet und bisher keinen besseren gefunden als Transmit. Ja, der kostet Geld. Aber die Softwarebude ist klasse und ihre Arbeit ist es eben auch wert.

Mit Transmit ist es mir möglich, aus jeder App heraus die Dateien von meinem IServ Laufwerk direkt zu öffnen und auch wieder dorthin zu speichern.

Hier ist eine Kurzanleitung, wie das z.B. mit Fotos geht:

  1. Transmit herunterladen
  2. Transmit konfigurieren: IServ als WebDAV via HTTPS hinzufügen. Die Adresse ist https:// d a v.   die-iserv-webseite-ihrer-schule.deimg_0675
  3. Beliebige App öffnen, z.B. Fotos
  4. Das zu teilende Foto auswählen, dann in der Zeile unter AirDrop Transmit auswählen.img_0680
  5. Sollte Transmit dort nicht angezeigt werden, in dieser Zeile ganz nach rechts scrollen und „Mehr…“ auswählen. Dann den grünen Button bei Transmit einschalten.img_0681
  6. Die WebDAV Verbindung auswählen
  7. Den Speicherort auswählen, z.B. Files / Desktop, um das Foto direkt auf dem Schreibtisch abzulegen.img_0682
  8. Upload wählen. Fertig

Wie man das nicht nur für Schüler sondern auch als Lehrer im Unterricht gut gebrauchen kann, stelle ich euch gleich vor.

 DEP als Diebstahlschutz

Wenn man als Bildungseinrichtung (oder Firma) iPads kauft, die im so genannten Device-Enrollment-Program sind, hat man eine fantastische Sache gleich mit eingekauft: einen wirksamen Diebstahlschutz.

Warum?

Jedes iPad muss beim erstmaligen Verwenden aktiviert werden. Ein iPad ist nutzlos, wenn es nicht aktiviert wurde, es fragt dann immer nach einem WLAN oder einer Verbindung zu einem PC / Mac, der iTunes installiert hat und online ist. Erst wenn das Geräte aktiviert wurde, kann man es benutzen. Bei der Aktivierung wird die Seriennummer des Gerätes an den Apple Aktivierungsserver übertragen und dieser nach weiteren Schritten gefragt. Handelt es sich um ein normales iPad, welches man im Apple Store oder beim Händler seines Vertrauens gekauft hat, passiert in der Regel nichts weiter.

Wenn nun aber das iPad im DEP (Device-Enrollment-Program) ist, antwortet der Apple Aktivierungsserver mit der Anweisung, „Hey, deine Seriennummer kenne ich, sie gehört der Schule XY und dein Konfigurationsserver (MDM) steht hier: …“

Dann kontaktiert das iPad sofort als nächstes den MDM Server der Schule und fragt diesen nach weiteren Aktionen ab. Dieses Vorgehen kann der Benutzer nicht abbrechen oder stoppen. Das iPad wird also jedes Mal nach dem Löschen, Neu-Aufsetzen oder nach einem iOS Update den MDM Server der Schule kontaktieren. Und dieser kann dann ganz bequem den Standort und die IP-Adresse auslesen, das Gerät ganz sperren und vieles mehr.